Die besonders wirksame Aufstellungsmethode

Integrale Selbstverbindung ist eine Synthese aus unterschiedlichen Bewältigungs- und Veränderungsmöglichkeiten.

 

Hier dreht sich alles um: Stabiles Ich-Gefühl, Fähigkeit der Unterscheidung zwischen Eigenem und Fremdem, bewusster Einsatz gesunder Selbsterhaltungsimpulse, gesunder Selbstwert, Wertschätzung des anderen, Beziehung zur Urquelle des Lebens.

 

Den Grundbaustein bildet dabei die von meinem Lehrer, dem Münchner Psychiater und Familientherapeut Dr. Ero Langlotz entwickelte Systemische Selbst-Integration.

 


Erfahre mehr über die wichtigsten Grundbegriffe:

Innerer Raum

Jeder Mensch wird als Individuum mit einzigartigem Lebensweg geboren. Nur im eigenen inneren Raum kann er mit sich selbst verbunden sein. Hier hat er Zugang zu eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und Gedanken. In einer Art persönlichem Fußabdruck erschafft die Seele diesen inneren Raum der Identität und Authentizität.

 

Ist dieser innerpsychische und -seelische Raum rein, klar und selbstbestimmt, können wir wachsen, unsere Aufgaben verwirklichen und unsere Bestimmung leben.

 

Grenze

Eine innere flexible Grenze schützt den seelischen Raum und ermöglicht echten Kontakt. Ohne Kontakt zur Außenwelt wäre auch ein gesundes inneres Milieu nicht möglich. In ihrer Filterfunktion schafft sie eine gesunde Distanz zur Umwelt, so dass der Mensch sowohl eigene als auch fremde Standpunkte respektieren kann. Er kann beim anderen sein ohne sich selbst zu verlieren.

 

Abgrenzung

Wir können unterscheiden zwischen dem, was wir sind und dem, was nicht zu uns gehört. Es ist ein Zeichen von intaktem Selbstwert, den eigenen Raum gegenüber Fremdem abzugrenzen. Jeder verfügt von Geburt an über einen „seelischen Schutzreflex“, diese Grenze dank eines natürlichen Aggressionspotentials zu bewahren. 

 

Das Selbst

Unser Selbst ist, was wir jenseits von übernommenen Rollen sind und authentisch zum Ausdruck kommt. Es lassen sich zwei Aspekte dieses Selbst unterscheiden. Wenn ich also in einem Problem verstrickt bin, kann ich dieses aus den beiden unterschiedlichen Positionen beleuchten:

 

Kindliches Selbst

Das innere Kind in uns. Es repräsentiert unsere Gefühlswelt, ist Ausdruck von Lebendigkeit, Verletzbarkeit und spielerischer Natur. Das kindliche Selbst strebt stets nach Bindung und Zugehörigkeit. Es ist geprägt durch unsere frühesten Beziehungserfahrungen mit Eltern oder nahe stehenden Pflegepersonen.

 

Machen wir gute Erfahrungen, werden wir gesehen als der der wir sind, erfahren klare Grenzen, Sicherheit und Geborgenheit ebenso wie Freiheit und Selbstständigkeit, sind geachtet in unseren Bedürfnissen und können Vertrauen entwickeln: das Sonnenkind. Fühlt sich das innere Kind ungeliebt, nicht geachtet und nicht ganz richtig, wird es zum Schattenkind. Es entwickelt hinderliche Glaubensätze, die seine Wahrnehmung der Welt bestimmen und sein späteres Verhalten beeinflussen. Um die negativen Glaubensätze nicht spüren zu müssen, entwickelt es bereits früh Schutzstrategien. Dieser Selbstschutz ist es, der die meisten Probleme im Leben schafft.

 

Erwachsenes Selbst

Das erwachsene Selbst steht für unser Selbstbewusstsein, unser Potential und unsere Fähigkeiten. In seinem Streben nach Autonomie und Unabhängigkeit fühlt es sich stark, unschuldig und "braucht es nicht, von anderen gebraucht zu werden." Über das erwachsene Selbst haben wir Zugang zu der höheren, göttlichen Quelle und Weisheit in uns. Ohne diesen Zugang ist eine Heilung und ein erfülltes bewusstes Leben nicht möglich. Das Erkennen des erwachsenen Selbst in uns und in unseren Mitmenschen hilft uns, nicht nur das Leid und das Schwere zu sehen, sondern auch die stärkenden Ressourcen, mit deren Hilfe wir wachsen und Schwierigkeiten überwinden können.

 

Die Herausforderung im Leben ist, den gegensätzlichen Bedürfnissen von kindlichem und erwachsenem Selbst gerecht zu werden. Durch die Integration der beiden Selbstanteile kann dies ermöglicht werden. Für die Heilung ist es essentiell, das kindliche Selbst vom erwachsenen Selbst unterscheiden zu lernen und unterschiedliche Positionen der Wahrnehmung einnehmen zu können.

 

Symbiose und Abhängigkeit

Bei traumatisierten Eltern, frühem Verlust von Eltern oder Bezugspersonen, bei körperlichen oder seelischen Gewalterfahrungen oder wenn die Umwelt dem Kind eigene Meinungen, Vorstellungen und Erwartungen aufzwängt, kann die Verbindung mit dem Eigenen und die Abgrenzung des inneren Raumes eingeschränkt sein. Man bewegt sich symbiotisch mehr in fremden Räumen oder wird grenzenlos fremdüberflutet, wird anfällig für Manipulationen oder selbst zum Manipulator. Die Verbindung zu eigenen Wünschen, Bedürfnissen, Gefühlen und Vorstellungen geht verloren. Die gesunden Lebenskräfte werden blockiert und unterdrückt: Es kann zu Depression, Verlust des Selbstwerts, tief sitzenden Schuldgefühlen oder unterschiedlichsten psychischen und körperlichen Beschwerden kommen.